Ökologische Nachhaltigkeit und Globalisierung
Spätestens mit dem UN-Gipfel für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 sind die globalen ökologischen Probleme ins Zentrum internationaler Verhandlungen geraten. Auf Grundlage der Erkenntnis, dass das Wohlstandsmodell des industrialisierten Nordens aus ökologischen Gründen nicht globalisierbar ist, wurde mit dem Begriff der ‚Nachhaltigen Entwicklung‘ eine konzeptionelle Grundlage für eine ökologische, soziale und ökonomische Gestaltung der Globalisierung geschaffen.

Mehr als zehn Jahre nach Rio ist allerdings deutlich geworden, dass Nachhaltige Entwicklung nicht das wegweisende Leitbild einer neuen Weltumweltpolitik und internationalen Gerechtigkeitspolitik geworden ist. Internationale Umwelt- und Nord-Süd-Politik sind der ökonomischen Globalisierung bei- oder untergeordnet und weitgehend von ökonomischen Interessen dominiert.
Die großen ökologischen Probleme mit ihren globalen, regionalen und lokalen Auswirkungen – dazu zählen die globale Erderwärmung, der Verlust der biologischen Vielfalt, großflächige Abholzung, die drohende Verknappung und Belastung der Süßwasserreserven und der ebenfalls dramatische Verlust fruchtbarer Böden – machen deutlich, dass die durch Raubökonomien und Ressourcenverschwendung hervorgerufenen Folgen wirtschaftlichen Handelns und des Lebensstils der Wohlstandsgesellschaften weder für heutige noch folgende Generationen eine zukunftsfähige Perspektive bieten. Basics zum Thema finden Sie hier, Informationen zu Global Governance hier, Informationen zu Globalen öffentlichen Gütern hier.