Ein Zustand, der auch in Deutschland die Diskussion um die Finanzierung von Globalen Öffentlichen Gütern entfacht hat. Das Konzept der Globalen Öffentlichen Güter ist innerhalb weniger Jahre zu einem neuen Referenzrahmen für die internationale Umwelt- und Entwicklungspolitik geworden.

Auslöser war eine Neudefinition des Begriffes durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Globale Öffentliche Güter sind danach solche, deren Nutzen über Landesgrenzen und Regionen, Bevölkerungsgruppen und Generationen hinausreicht. Unter diese breite Definition fallen die klassischen öffentlichen Güter Frieden und Sicherheit ebenso wie eine intakte Umwelt, Gesundheit, das kulturelle Erbe, aber auch stabile Finanzmärkte, Wissen und Information. Hier sind einige grundlegende Texte zum Thema.
Die Allmende-Klemme Von Jens Martens, Mai 2003.
Aus Fremden Kassen Der Schutz der Globalen Güter ist ohne Zusammenarbeit mit den so genannten Entwicklungsländern undenkbar. Bisher wird er kurzerhand aus den Kassen der Entwicklungszusammenarbeit finanziert. Inge Kaul vom UNDP setzt sich für eine klare Trennung der Budgets ein. Von Inge Kaul, Mai 2003.
Luftiges Zahlenspiel Der Luftraum und die Meere sind klassische Gemeinschaftsgüter. Unklar ist, aus welchen Quellen ihr Schutz finanziert werden könnte. Ein Konzept des WBGU liefert konkrete Ansätze. Von Thilo Pahl, Mai 2003.
Vorübergehend stillgelegt Die Diskussion um Globale Öffentliche Güter ist noch relativ jung. Die Ansätze über Definition und Finanzierung sind vielfältig und umstritten. Ist das Konzept schon reif für die politische Umsetzung? Von Ingrid Spiller, Mai 2003.
Globale Öffentliche Güter - World Summit Paper No 20. Zukunftskonzept für die internationale Zusammenarbeit? Ein WEED-Arbeitspapier von Jens Martens und Roland Hain, August 2002.