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WASSER - MENSCHENRECHT ODER HANDELSWARE?
Beim 3. Entwicklungspolitischen Forum wurden vom 26. bis 27. März 2004 in Berlin Leitbilder und Strategien für die Erreichung des Milleniumziels im Wassersektor diskutiert.
 

Die Beiträge und Ergebnisse des 3. Entwicklungspolitischen Forums werden in einer Sonderausgabe des International Journal of Water Resource Development veröffentlicht. Einzelne Beiträge/Positionspapiere sind unten einzusehen.

VERANSTALTUNGSDOKUMENTATION

Auswahl der Beiträge

Themen:

Ansichten zum Wasser : Menschenrecht, Allgemeingut, öffentliche Dienstleistung oder Handelsware?

Water Governance: Anforderungen an eine sozial, ökonomisch und ökologisch verantwortliche Wasserpolitik

Finanzierung des Wassers: Voraussetzungen und Notwendigkeiten

Integriertes Wassermanagement neu denken: Beiträge zum Multi-Stakeholder Review-Prozess

HINTERGRUND

Die sich abzeichnende Wasserkrise ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit. Die Nachfrage nach Wasser hat sich im letzten Jahrzehnt versechsfacht während im gleichen Zeitraum die Weltbevölkerung um das Dreifache angestiegen ist.

Obwohl das Recht auf Wasser im November 2002 zum Menschenrecht erklärt wurde, haben 1,1 Milliarden Menschen noch immer keinen Zugang zu einer angemessenen Wasserversorgung und 2,4 Milliarden Menschen verfügen über keine hinreichende Abwasserentsorgung. Betroffen sind zumeist die Ärmsten der Gesellschaft, die ihren Wasserbedarf nicht bezahlen können.

In den letzten Jahren wurden auf internationaler Ebene wichtige Handlungsziele formuliert, um eine Wasserver- und Abwasserentsorgung für alle sicherzustellen. Auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 wurde das Millenniumsziel der Vereinten Nationen bestätigt und ergänzt: Bis 2015 soll die Anzahl der Menschen ohne nachhaltigen Zugang zu einer sicheren Trinkwasserversorgung und grundlegenden Abwasserentsorgung halbiert werden.

Die Diskussion um Lösungsmöglichkeiten beschränkt sich häufig darauf, den Privatsektor stärker zu beteiligen und betriebswirtschaftliche Maßnahmen wie das Kostendeckungsprinzip einzuführen.

Das 3. Entwicklungspolitische Forum wollte einen darüber hinausgehenden Dialog anregen und Lösungsmöglichkeiten entlang spezifischer lokaler und regionaler Gegebenheiten diskutieren.

Neben der Finanzierungsfrage wurden Aspekte wie institutionelle Erfordernisse, verantwortliches Handeln der Entscheidungsträger (good governance) und integriertes Wassermanagement thematisiert. Sie sind die Voraussetzung für sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Wasserversorgungs- und Sanitärsysteme der Zukunft, die dem Menschenrechtsgebot Rechnung tragen.

Programm

ReferentInnen:  A-L   M-W

 
Blog: Baustellen der Globalisierung
 
Heinrich-Böll-Stiftung www.boell.de