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Neues Buch: The New Public Finance
Die Öffentlichen Finanzen sind im Umbruch. Zum größten Teil praktiziert die Welt immer noch, was man vielleicht als konventionelle Öffentliche Finanzen bezeichnen könnte – Zukunft hat das nicht.
 
Zum Erreichen politischer Ziele wird aus der öffentlichen Kasse bezahlt, jetzt und zur Gänze. Und wir wissen, dass diese Art, politische Ziele zu erreichen, die finanzielle Ausstattung für viele Ziele oftmals zu gering hält – wir sehen das zur Zeit ganz akut an den Millenniums-Entwicklungszielen. Ungeachtet der in letzter Zeit erhöhten Entwicklungshilfezusagen bleiben die nationalen und internationalen Finanzierungszusagen immer noch weit hinter dem zurück, was gebraucht wird, um die Zielvorgaben im Jahr 2015 zu erreichen.

Wie die provokativen und vielseitigen Analysen im Buch jedoch zeigen, unterziehen sich die Öffentlichen Finanzen – ein sehr oft als von Regeln getriebener und sich nicht fortentwickelnd angesehener Bereich – einem dynamischen Innovationsprozess. Neue politische Ansätze und Finanzierungsinstrumente tauchen auch, die es uns unter Umständen erlauben, politische Ziele effizienter zu verfolgen – mit niedrigeren Kosten und höheren Wohlfahrtsgewinnen. Indem sie oftmals öffentlich-private Partnerschaften, die an der komparativen Stärke aller Partner ansetzen, miteinbeziehen, erlauben diese neuen Ansätze und Werkzeuge ein besseres Risikomanagement (zur Vermeidung kostspieliger Krisen); ein nachhaltigereres Ressourcenmanagement (zur Vermeidung weiterer Ressourcenverluste), ein besseres Verständnis von Anreizen (zur Motivation von Akteuren, sich an Vereinbarungen zu halten und Regeln zu folgen) sowie Wege, wie private Finanzen und Initiativen besser eingespannt werden können (zur Begegnung von Herausforderungen, die ansonsten liegen bleiben oder unterfinanziert würden).

Auf der nationalen Ebene sind viele dieser neuen Arten öffentlich-privater Partnerschaften bereits bekannt und vertraut. Noch wenig gebräuchlich ist jedoch wie das Buch zeigt, internationale Zusammenarbeit innerhalb der nationalen Grenzen: die Berücksichtigung der Außenwelt – sowohl der Risiken wie auch der Chancen – bei den nationalen politischen Entscheidungen. Die nationale Politik muss überall noch viel leisten, um sich auf die wachsende Offenheit nationaler Grenzen einzustellen – und auf die Interdependenz zwischen den Ländern, die mit dieser Offenheit einhergeht. Und die Zusammenarbeit auf der internationalen Ebene hat noch einen weiten Weg vor sich, bevor sie auf die wachsende Kapazität der Märkte, die dazu beitragen könnte, viele wichtige politische Ziele zu erreichen, reagieren kann.

Was das Buch über die gegenwärtigen Trends und zukünftigen Möglichkeiten in der Praxis der Öffentlichen Finanzen aussagt, bedarf einer sorgfältigen Erwägung durch alle beteiligten Akteure, öffentlichen wie privaten, nationalen wie internationalen. Viele der darin präsentierten Ideen bergen ein enormes Potential. Insbesondere in Zeiten wie diesen mit großem und wachsenden Finanzbedarf überall auf der Welt verdienen sie die ungeteilte Beachtung der politischen Entscheidungsträger und der Praktiker.

Vorwort von Mark Malloch Brown (Administrator, Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen)

Die Zusammenfassung des Buchs auf deutsch zum Runterladen und mehr Informationen rund um das Buch gibt es hier

 
Blog: Baustellen der Globalisierung
 
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